Industriekonjunktur Deutschland 2026:
Maschinenbau und Automation gewinnen an Dynamik

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Industriekonjunktur Deutschland 2026

15.09.2026 | Berlin

Die deutsche Industrie startet mit neuen Perspektiven in die zweite Jahreshälfte 2026. Nach einer längeren Phase schwacher Nachfrage zeigen mehrere wichtige Konjunkturindikatoren inzwischen wieder nach oben. Die Wirtschaft wächst, die Exporte entwickeln sich positiv und auch die Auftragseingänge in der Industrie senden zunehmend stärkere Signale.

 

Für den deutschen Maschinenbau und zahlreiche angrenzende Technologiebranchen ist das eine wichtige Entwicklung. Besonders Automation, Elektrotechnik, Digitalisierung und künstliche Intelligenz gewinnen weiter an Bedeutung. Gleichzeitig sorgen öffentliche Investitionen, Infrastrukturprojekte und die Transformation der Energieversorgung für zusätzliche Nachfrage.

 

Aus unserer Sicht zeichnet sich damit immer deutlicher eine neue Wachstumsphase ab. Noch entwickelt sich nicht jeder Teil der Industrie im gleichen Tempo. Die entscheidenden Frühindikatoren sprechen jedoch dafür, dass zahlreiche Unternehmen wieder offensiver nach vorne blicken können.

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich 2026 widerstandsfähig

Die deutsche Wirtschaft hat sich im bisherigen Jahresverlauf besser entwickelt als zeitweise erwartet.

 

Im zweiten Quartal 2026 stieg das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Bereits im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent gewachsen. Gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres erreichte Deutschland damit ein reales Wachstum von 1,0 Prozent.

 

Besonders positiv ist die Entwicklung des Außenhandels. Die preisbereinigten Exporte lagen im zweiten Quartal 3,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Warenexporte legten sogar um 5,0 Prozent zu. Zu den Wachstumstreibern gehörten unter anderem chemische Erzeugnisse, Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Produkte.

 

KfW Research hat die Konjunkturprognose entsprechend angehoben. Für 2026 wird inzwischen mit einem realen Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent gerechnet, für 2027 mit 1,5 Prozent. Gleichzeitig bewertet KfW den Trend beim Auftragseingang des Verarbeitenden Gewerbes positiv und sieht auch bei den Stimmungsindikatoren eine Verbesserung.

Die Richtung ist damit deutlich: Nach einer längeren Phase wirtschaftlicher Zurückhaltung gewinnt die deutsche Wirtschaft wieder an Dynamik.

„Die deutsche Industrie gewinnt wieder an Dynamik. Für Unternehmen kommt es jetzt darauf an, technologische Chancen frühzeitig in die richtigen Kompetenzen und Teams zu übersetzen.“

— Daniel Hell-Mayer, Geschäftsführer munerio consulting

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Steigende Auftragseingänge schaffen eine gute Ausgangslage

Besonders wichtig für die weitere Entwicklung der Industrie sind die Auftragseingänge.

 

Im Juli 2026 stiegen die realen Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2025 lagen sie sogar 13,1 Prozent höher. Auch der weniger volatile Dreimonatsvergleich zeigt eine positive Entwicklung. Von Mai bis Juli 2026 lagen die Bestellungen 2,9 Prozent über den drei Monaten zuvor.

 

Großaufträge haben einen bedeutenden Anteil an dieser Entwicklung. Gerade für eine Industrienation wie Deutschland ist jedoch auch das ein relevantes Signal. Neue Schiffe, Schienenfahrzeuge, Flugzeuge und weitere komplexe Investitionsgüter bedeuten schließlich Wertschöpfung entlang umfangreicher industrieller Lieferketten.

 

Davon profitieren nicht nur die jeweiligen Hersteller. Solche Projekte benötigen Maschinen, elektrische Systeme, drive technology, Sensorik, Steuerungstechnik, Engineering, Software und zahlreiche spezialisierte Komponenten.

Für Unternehmen im Maschinenbau und Anlagenbau entstehen damit Chancen weit über einzelne Großprojekte hinaus.

mechanical engineering bleibt eine Schlüsselbranche für den Aufschwung

Der Maschinenbau nimmt innerhalb dieser Entwicklung eine besondere Position ein. Kaum eine andere Branche ist so eng mit Investitionen in neue Produktionskapazitäten, Automatisierung und industrielle Transformation verbunden.

Sobald Unternehmen neue Werke errichten, Produktionslinien modernisieren oder Prozesse automatisieren, steigt auch die Nachfrage nach Maschinen, Anlagen und technischer Ausrüstung.

Gleichzeitig bleibt Deutschland international stark aufgestellt. Die Exportorientierung des Maschinenbaus eröffnet deutschen Unternehmen weiterhin Zugang zu zahlreichen Wachstumsmärkten. Die positive Entwicklung der deutschen Exporte im zweiten Quartal zeigt, wie wichtig diese internationale Stärke für die wirtschaftliche Erholung ist.

Interessant ist dabei vor allem die zeitliche Abfolge eines industriellen Aufschwungs. Häufig verbessern sich zunächst Auftragseingänge und Erwartungen. Anschließend steigen Produktion und Kapazitätsauslastung. Im nächsten Schritt wächst bei vielen Unternehmen der Bedarf an zusätzlichen Fachkräften.

Genau deshalb lohnt es sich, die aktuell steigenden Bestellungen frühzeitig einzuordnen.

Noch deutlicher wird die technologische Veränderung beim Blick auf die industrielle Automatisierung.

 

Die Branche hatte bereits 2025 erste klare Erholungssignale gezeigt. Zwischen Januar und September 2025 stiegen die Auftragseingänge der deutschen Automationsindustrie um 4,8 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich um 2,2 Prozent. Für 2026 hatte der ZVEI anschließend wieder ein leichtes Wachstum von rund 2 Prozent erwartet.

 

Auch die deutsche Elektroindustrie und Digitalindustrie ist mit positiven Signalen in das Jahr gestartet. Im gesamten ersten Quartal 2026 lagen die Auftragseingänge 6,0 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Besonders dynamisch entwickelte sich der März mit einem Auftragsplus von 11,5 Prozent.

Das ist für die deutsche Industrie von großer Bedeutung. Automation ist heute nicht mehr nur ein Mittel zur Rationalisierung. Moderne Automatisierungstechnik ermöglicht höhere Produktivität, flexible Produktion, bessere Qualität und effizienteren Ressourceneinsatz.

 

Für Unternehmen aus der Automatisierungstechnik und MSR Technik eröffnen sich damit zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten.

Die steigenden Anforderungen an Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit dürften den Einsatz automatisierter Lösungen in den kommenden Jahren weiter beschleunigen.

Automation entwickelt sich zu einem zentralen Wachstumstreiber

electrical engineering profitiert von mehreren Zukunftstrends gleichzeitig

Eng verbunden mit der Automatisierung ist die Entwicklung in Elektrotechnik und Electronics.

Der ZVEI erwartete zu Jahresbeginn für 2026 erstmals seit mehreren Jahren wieder ein reales Produktionswachstum von rund 2 Prozent in der deutschen Elektroindustrie und Digitalindustrie. Die Branche hatte sich bereits 2025 stabilisiert und erreichte einen nominalen Jahresumsatz von rund 226 Milliarden Euro.

Besonders attraktiv ist dabei die Breite der Wachstumstreiber. Elektrische und elektronische Systeme werden für Automatisierung, Energieversorgung, Mobilität, Rechenzentren, Maschinenbau und Infrastruktur gleichermaßen benötigt.

Damit steht die Electrical Engineering & Electronics an einer zentralen Schnittstelle mehrerer langfristiger Technologietrends.

Diese Entwicklung erhöht gleichzeitig die Nachfrage nach Menschen, die klassische technische Kompetenz mit Kenntnissen in Software, Daten, Kommunikationstechnik und digitalen Systemen verbinden.

„Wachstum entsteht dort, wo Unternehmen technologische Entwicklung mit vorausschauender Personalplanung verbinden. Genau darin liegt aktuell eine große Chance für den Industriestandort Deutschland.“

— Daniel Schmökel, Geschäftsführer munerio consulting

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Industrial AI eröffnet eine neue Phase industrieller Produktivität

Ein besonders spannender Faktor ist künstliche Intelligenz.

Während öffentliche Diskussionen häufig vor allem generative KI betrachten, entwickelt sich in der Industrie ein eigener Markt rund um Industrial AI.

Dabei geht es unter anderem um selbstoptimierende Maschinen, intelligente Wartung, automatisierte Qualitätskontrolle, datenbasierte Produktionsplanung und Systeme, die Prozessdaten analysieren und daraus eigenständig Handlungsempfehlungen ableiten.

 

Der ZVEI spricht in diesem Zusammenhang von einem neuen Entwicklungsschritt für die industrielle Wertschöpfung. Laut einer Mitgliederbefragung aus dem Frühjahr 2026 nutzt fast jedes zweite befragte Unternehmen bereits industrielle KI Anwendungen produktiv. Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die ihre geplanten Investitionen quantifizieren konnten, wollte zwischen 10 und 25 Prozent ihrer Gesamtinvestitionen in industrielle KI investieren.

 

Damit entsteht ein weiterer Wachstumsmarkt für den Maschinenbau.

Denn künstliche Intelligenz benötigt eine physische industrielle Infrastruktur. Intelligente Software entfaltet ihren Nutzen erst im Zusammenspiel mit Sensoren, Maschinen, Steuerungen, elektrischen Komponenten und automatisierten Produktionssystemen.

 

Gerade diese Verbindung aus klassischem Engineering und digitalen Technologien ist eine große Stärke des deutschen Industriestandorts.

Auch Drive & Fluid Technology profitieren von der Transformation

Automation und Elektrifizierung verändern gleichzeitig die Anforderungen an Bewegung und Steuerung innerhalb von Maschinen und Anlagen.

 

Moderne Antriebssysteme werden intelligenter, effizienter und stärker vernetzt. Energieeffizienz, präzise Steuerung und digitale Zustandsüberwachung gewinnen an Bedeutung.

 

Dadurch verändert sich auch die Drive & Fluid Technology. Neben klassischer mechanischer Kompetenz werden Elektronik, Software, Sensorik und intelligente Steuerung immer wichtiger.

 

Für Hersteller und Zulieferer entstehen daraus neue Möglichkeiten zur Differenzierung. Maschinen sollen zukünftig nicht nur leistungsfähig sein. Sie sollen Energie effizient nutzen, Daten bereitstellen, Zustände selbstständig erkennen und optimal mit übergeordneten Produktionssystemen kommunizieren.

 

Diese technologische Entwicklung schafft neue Produkte, neue Geschäftsmodelle und neue Anforderungen an Fachkräfte.

Energie, Infrastruktur und Verfahrenstechnik sorgen für zusätzliche Impulse

Für den Personalmarkt ist vor allem eine Frage entscheidend: Wann übersetzen Unternehmen steigende Auftragseingänge in zusätzliche Kapazitäten?

Personalbedarf entsteht häufig nicht erst in der Produktion. Bereits vorher werden Menschen benötigt, die neue Projekte planen, Kunden betreuen, Anlagen entwickeln und internationale Aufträge umsetzen.

Besonders relevant werden aus unserer Sicht unter anderem Ingenieurinnen und Ingenieure, Automatisierungsspezialisten, Projektleiter, technische Vertriebsprofis, Produktmanager sowie Experten in Einkauf und Supply Chain Management.

Hinzu kommen Profile, die klassische Industriekompetenz mit Digitalisierung und KI verbinden.

Gerade diese Kombination dürfte in Zukunft besonders gefragt sein. Wer Maschinen versteht und gleichzeitig Daten, Software und automatisierte Systeme einordnen kann, wird für viele Unternehmen zu einer Schlüsselperson.

Herausforderungen werden zum Treiber für Innovation

Natürlich bleibt das wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll. 

Geopolitische Konflikte, Energiepreise, internationale Handelsbeziehungen und logistische Herausforderungen können einzelne Quartale weiterhin beeinflussen.

 

Gleichzeitig hat die Entwicklung der vergangenen Jahre gezeigt, wie anpassungsfähig viele deutsche Industrieunternehmen sind.

 

Lieferketten werden diversifiziert. Produktionsprozesse werden automatisiert. Energie wird effizienter eingesetzt. Unternehmen erschließen neue Absatzmärkte und investieren stärker in Digitalisierung.

 

Selbst kurzfristige Herausforderungen können dadurch Investitionen beschleunigen.

Ein gutes Beispiel ist der Fachkräftemangel. Wenn qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in ausreichender Zahl verfügbar sind, gewinnen Automation, digitale Assistenzsysteme und künstliche Intelligenz zusätzlich an wirtschaftlicher Attraktivität.

 

Technologischer Fortschritt und Personalstrategie werden deshalb immer stärker miteinander verbunden.

Aus steigenden Aufträgen entsteht neuer Bedarf an Spezialisten

Natürlich bleibt das wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll. 

Geopolitische Konflikte, Energiepreise, internationale Handelsbeziehungen und logistische Herausforderungen können einzelne Quartale weiterhin beeinflussen.

 

Gleichzeitig hat die Entwicklung der vergangenen Jahre gezeigt, wie anpassungsfähig viele deutsche Industrieunternehmen sind.

 

Lieferketten werden diversifiziert. Produktionsprozesse werden automatisiert. Energie wird effizienter eingesetzt. Unternehmen erschließen neue Absatzmärkte und investieren stärker in Digitalisierung.

 

Selbst kurzfristige Herausforderungen können dadurch Investitionen beschleunigen.

Ein gutes Beispiel ist der Fachkräftemangel. Wenn qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in ausreichender Zahl verfügbar sind, gewinnen Automation, digitale Assistenzsysteme und künstliche Intelligenz zusätzlich an wirtschaftlicher Attraktivität.

 

Technologischer Fortschritt und Personalstrategie werden deshalb immer stärker miteinander verbunden.

Unser Blick als Personalberatung: Jetzt die Grundlage für Wachstum schaffen

Für uns bei munerio sind die aktuellen Entwicklungen ein positives Signal.

 

 

Wir begleiten Unternehmen im Maschinenbau und Anlagenbau sowie in angrenzenden Technologiebranchen täglich bei der Suche nach spezialisierten Fachkräften und Führungskräften. Dabei erleben wir unmittelbar, wie eng wirtschaftliche Entwicklung, technologische Veränderung und Personalplanung miteinander verbunden sind.

 

 

Steigende Auftragseingänge, zunehmende Automatisierung, Industrial AI, Elektrifizierung und Investitionen in Infrastruktur schaffen neue Geschäftsmöglichkeiten. Damit steigen gleichzeitig die Anforderungen an Teams und Führungskräfte.

 

Aus unserer Sicht ist deshalb gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, Personalplanung wieder stärker mit der Wachstumsstrategie zu verbinden.

Unternehmen, die frühzeitig wissen, welche Kompetenzen sie für die nächsten Projekte benötigen, können gezielter handeln. Das gilt besonders bei spezialisierten technischen Profilen und Führungskräften, deren Kandidatenmärkte vergleichsweise klein sind.

 

Als branchenspezialisierte Personalberatung beobachten wir deshalb nicht nur offene Stellen. Wir beschäftigen uns intensiv mit Technologien, Märkten, Wettbewerbern und den Menschen, die diese Branchen gestalten.

Die Industriekonjunktur 2026 zeigt für uns vor allem eines: In Deutschlands Industrie entsteht wieder Bewegung.

Die Aufträge wachsen. Neue Technologien schaffen zusätzliche Märkte. Unternehmen investieren in Automatisierung, Digitalisierung und intelligente Produktionssysteme.

 

Für Maschinenbau, Automation und industrielle Technologien eröffnet sich damit eine spannende nächste Phase. Wer die passenden technologischen Kompetenzen mit den richtigen Menschen zusammenbringt, hat sehr gute Voraussetzungen, diese Entwicklung aktiv für weiteres Wachstum zu nutzen.

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